Die Kunst des Jodelns

Als Jodeln bezeichnet man eine Art Gesang, bei dem es häufig zu schnellen Umschlägen zwischen Brust- und Falsettstimme kommt. Dabei verwendet der Jodler keinen Text, sondert bedient sich des Mittels der Lautmalerei. Ursprünglich diente das Jodeln wohl zur Kommunikation von Alm zu Alm sowie zum Anlocken des Viehs. Das Jodeln ist nicht nur in Bayern, sondern im gesamten alpenländischen Gebiet verbreitet, so auch in Österreich und der Schweiz.

Heutzutage ist mit dem Jodeln meist das Jodel-Lied gemeint, hierbei unterscheidet man zwischen dem gesungenen Jodler, der meist als kurze Sequenz in Volksliedern eingesetzt wird, und dem technisch anspruchsvolleren (und häufig auch längerem) geschlagenem Jodler. Während die ursprünglichen Jodler in der Regel Solo-Gesänge waren, werden Jodel-Lieder überwiegend mehrstimmig dargeboten.

In Oberbayern wird das Jodeln als Gallnen bezeichnet, im Bayerischen Wald dagegen als Ari. Der wohl bekannteste bayerische Jodel-Interpret, der u. a. mit Titeln wie dem Kuckucksjodler, dem Erzherzog-Johann-Jodler und vor allem mit dem Kufsteinlied in der Vergangenheit große Erfolge feiern konnte, ist der „Jodel-König“ Franzl Lang.